Die Aufnahme ist bereits gemacht und liegt im PVA-MP2-Format oder MPEG2-MP2-Format vor
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TMPGEnc von Hiroyuki Hori |
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VirtualDub von Avery Lee |
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PVAStrumento von Wiljo Heinen |
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bbMPEG (AVI2MPG2) von Brent Beyeler |
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VCDEasy von Delphi Stuff |
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DVD2AVI von Hiroko |
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tooLame von Mike Cheng |
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SSRC von Naoki Shibata |
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VFAPI Codec von Hiroyuki Hori (japanisch) |
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Deinterlace MAP von Shaun Faulds |
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Dynamic Noise Reduction von Steven Don |
Die Aufnahme ist bereits gemacht und liegt im PVA-MP2-Format oder MPEG2-MP2-Format vor.
Um die Daten in ein konformes DVD-Format oder (S)VCD-Format zu bekommen, müssen die Daten konvertiert werden. Das Programm PVAStrumento von Wiljo Heinen ist bestens dazu geeignet. Als erstens wird der PVA Stream oder MPEG2 Stream ausgewählt und durch drücken auf die Schaltfläche {demux} kommt man zu den Demux-Optionen. Auch hier müssen einige Einstellungen gemacht werden. Um einen synchronen MPEG2 Stream zu erhalten muß {Fix startup delays} und {Synchronize complete streams} aktiviert sein. Durch drücken auf {Start} wird der Prozeß in Gang gesetzt.

Wir haben jetzt einen MPEG2 Video Stream und einen MP2 Audio Stream auf der Festplatte. Da weder TMPGEnc noch VirtualDub mit MPEG2 als Eingangsmaterial etwas anfangen können, bedient man sich der Frameserver-Technik. Um eine virtuelle AVI Datei zu erstellen, die von VirtualDub gelesen werden kann, wird mittels DVD2AVI eine Projektdatei (file.d2v) generiert und aus dieser Projektdatei eine Pseudo AVI Datei mit dem VFAPI Codec erstellt. Um die Frameserver-Technik zu installieren müssen noch einige Einstellungen gemacht werden. Im VirtualDub Verzeichnis muß die Datei {AUXSETUP.EXE} gestartet und auf die Schaltfläche {Install handler} gedrückt werden, somit ist die Frameserver-Funktion von VirtualDub aktiviert. Den VFAPI Codec registriert man mit dem Start der Batch-Datei {VIFPSET.BAT} im VFAPI Codec Verzeichnis.
Als erstes wird der MPEG2 Video Stream in DVD2AVI eingeladen, dazu wählt man unter {File / Open} den Video Stream (capture.m2v) aus. In der File List von DVD2AVI sieht man jetzt den ausgewählten Video Stream und kann ihn mit {OK} quittieren. Danach erscheint der Video Stream in DVD2AVI.

Zum Erstellen einer Projektdatei für das komplette Material wird unter {File / Save Project} der Ausgabeort und Name dieser Projektdatei bestimmt. Nach dem Bestätigen mit {OK} wird die Projektdatei im angegebenen Verzeichnis gespeichert. Nun kommt der VFAPI Codec zum Einsatz. Im VFAPI Codec Reader wird unter {Add Job} die Projektdatei (capture.d2v) eingeladen und durch drücken auf {Convert / OK} wird eine virtuelle AVI Datei erstellt. Der VFAPI Codec Reader wird nun nicht mehr gebraucht und kann geschlossen werden.

Der MP2 Audio Stream wird mit TMPGEnc in eine WAV Datei umgewandelt. Dazu wählt man einfach unter {Audio source} den MP2 Audio Stream aus und startet die Konvertierung unter {File / Output to File / WAVE File}.

Da TMPGEnc bereits geöffnet ist können jetzt noch weitere Audioeinstellungen gemacht werden, falls diese noch nicht geänderten worden sind. Der intrigierte Audiokodierer ist nicht von hoher Qualität, darum hat Hiroyuki Hori die Möglichkeit geschaffen, einen externen Audiokodierer zu benutzen. Die Einstellungen findet man unter {Option / Environmental setting / Audio engine}. Im Register {Audio engine} werden dann zwei externe Audiowerkzeuge installiert. Dazu wird bei {MPEG-1 Audio Layer II encoder} und {Sampling frequency converter} die {External program}-Funktion aktiviert und die Programme tooLame von Mike Cheng und SSRC von Naoki Shibata angegeben.

Das Programm VirtualDub kann jetzt gestartet werden und die virtuelle AVI Datei wird unter {File / Open Video File} eingeladen. Außerdem wird unter {Audio / Wav Audio} die zuvor erstellt WAV Datei ausgewählt. Das Schneiden kann nun beginnen. Um einen Werbeblock heraus zu schneiden, wählt man grob mit dem Schieberegler den Anfang des Werbeblockes aus und mit den Feintasten {Next Frame / Previous Frame} das genaue Anfangsbild. Die Stelle in der Video Datei wird mit der Taste {Set selection start} festgehalten. Jetzt wird mit der Grob- und Feineinstellung das Ende des Werbeblockes gesucht und mit der Taste {Set selection end} ebenfalls markiert. Der selektierte Bereich entspricht genau dem Werbeblock und kann mit der Taste {DEL} gelöscht werden. Das wird solange wiederholt, bis alle Werbeblöcke heraus genommen sind. Will man nur den Anfang und das Ende der Video Datei wegschneiden, wird einfach die Video Datei ohne Anfang und Ende selektiert.
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Feintasten {Next Frame / Previous Frame} |
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Makierungstasten {Set selection start / Set selection end} |
Jetzt kommt die große Streitfrage der Filterwahl. Die meisten TV-Sender senden ihre Programme im Interlace-Verfahren. Die größte Frage ist wohl, ob man das MPEG2 Material "deinterlacen" soll oder nicht. Wird die Aufnahme auf viele CDs verteilt, kann man auf das "Deinterlacing" verzichten und das Material auch "interlace" kodieren. Soll die Aufnahme auf nur wenige CDs verteilt werden, so empfiehlt sich ein "Deinterlacing" durchzuführen, da progressives MPEG2 Material weniger Platz (Bitrate) verbraucht. Manchmal wirkt das komprimierte und gesendete MPEG2 Material der TV-Sender sehr unruhig. In diesem Fall kann ein "Noise Reduction"-Filter sehr gute Arbeit leisten. Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit dem "Deinterlacer" von Shaun Faulds und dem "Dynamic Noise Reduction"-Filter von Steven Don gemacht. Hier kann man aber auch andere Filter einsetzen. Außerdem kann jetzt bereits in VirtualDub "gecropped" werden.
Zu den Filteroptionen gelangt man unter {Video / Filters}. Dort können die Filter mit {Add...} hinzugefügt werden und mit {Delete} gelöscht werde. Die Konfiguration der Filter geschieht mit einem Doppelklick auf den Filtereintrag oder der Schaltfläche {Configure...}. Zudem kann auch noch die Position der Filter mit {Move Up} und {Move Down} geändert werden. Das ganze sieht dann in etwa so aus.


Da der Computer auch nur ein Mensch ist, sollte die ganze Arbeit festgehalten werden. Dies geschieht unter {File / Save processing settings...}. Jetzt könnte man VirtualDub schließen und beim Neustart von VirtualDub die Einstellungen unter {File / Load processing settings...} neu laden.
Soll der Audio Stream später extern bearbeitet werden, so kann man ihn in VirtualDub unter {File / Save WAV...} in geschnittener Form abspeichern und mit jedem WAV Editor bearbeiten.
Jetzt kann VirtualDub im Frameserver-Modus gestartet werden. Dies geschieht unter {File / Start frame server}.

Die Vorgaben im {Frameserver setup}-Fenster können so übernommen werden. Im {Save.VDR}-Fenster sollte dagegen ein Name und eine Dateiendung (.vdr oder .avi) angegeben werden. Eine Dateiendung aus dem Grund damit man die Datei später besser wieder findet, denn diese Datei wird dann in TMPGEnc eingeladen. Nach dem Starten des Frameserver Modus schließt sich VirtualDub und es bleibt ein kleines Fenster.

Kleine Helfer |
FitCD von shh |
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SuperVideoCD Template für TMPGEnc |
Als erstes sollte in TMPGEnc ein Template ausgewählt werden. Durch drücken auf die Schaltfläche {Load} bekommt man eine Auswahl von Templates, die TMPGEnc mit sich bringt. Dort sollte das SuperVideoCD Template ausgewählt werden. Ich habe bereits ein Template für TMPGEnc vorbereitet, welches auf diese Anleitung zugeschnitten ist. Nun wird die Frameserver Datei von VirtualDub unter {Video source} in TMPGEnc angegeben.

TMPGEnc braucht für jeden MPEG2 Stream noch einige Angaben. Durch drücken auf die Schaltfläche {Setting} gelangt man in die MPEG Einstellungen. Dort müssen mehrere Register durchgearbeitet werden. Zunächst werden die Grundeinstellungen im Register {Video} vorgenommen. Die erforderliche Bitrate kann man mit FitCD von shh berechnen oder wer in Mathematik gut ist auch per Hand ausrechnen.

Beispiel |
eine Fernsehserie mit einer Länge von 40 Minuten auf einen 80 Minuten CD-Rohling: |
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Minimale Bitrate 1500 Kbit/s |
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durchschnittliche Bitrate 2312 Kbit/s |
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maximale Bitrate 2520 Kbit/s |
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Audio Bitrate 192 Kbit/s |
Wird in VirtualDub "deinterlaced" muß unter {Encode mode} auch {Non-Interlace} angegeben werden. Soll das Material progressiv kodiert werden muß hier natürlich "Interlace" gewählt werden. Bei progressiver Kodierung darf selbstverständlich in VirtualDub nicht "deinterlaced" werden. Unter {Motion search precision} kann noch die Qualität der Kodierung geändert werden, wobei die Angabe {High quality (slow)} sehr gute Ergebnisse bringt.
Im Register {Advanced} werden nun Angaben zum Eingangmaterial und die Veränderung des Materials gemacht. Je nach dem ob in VirtualDub "deinterlaced" wurde oder nicht muß unter {Video Source type} {Interlace} oder {non-Interlace (progressive)} angegeben werden. Außerdem sollte die {Field order} auf {Top field first (field A)} eingestellt werden. Die Einstellungen für {Source aspect ratio} und {Video arrange Method} sind für diese Anleitung nicht so wichtig, da wir den Weg zu Fuß gehen.

Der Fernseher bildet nicht das gesamte Bild ab, sondern immer ein bißchen weniger. Bei einem 4:3 Fernseher ist die effektive und sichtbare Auflösung für SuperVideoCDs 448 Punkte in der Breite und 544 Punkte in der Höhe. Das heißt von der SVCD-Auflösung 480x576 sind nur 448x544 (672x544) auf dem Fernseher sichtbar. Alle DVB-Auflösung sowie die SuperVideoCD-Auflösung werden bei der Wiedergabe auf 720 horizontale Bildpunkte gestreckt. Das heißt, wir rechnen beim "Resizen" mit einer Auflösung von 720x576, bzw. mit einer sichtbaren Auflösung von 672x544 Bildpunkten.
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Faktor 1 |
Faktor 1,02273 |
Faktor 1,32353 |
Faktor 1,36364 |
Faktor 1,5 |
Beispiel 1: Aufnahmeauflösung 480x576
480 x 1,5 - 48 = 672
672 : (480 x 1,5 : 576) = 537,6 (Macroblockoptimierung 537,6 : 32 = 16,8 (gerundet
17) / 17 x 32 = 544)
672 : 1,5 = 448
Auflösung 448x544
Beispiel 2: Aufnahmeauflösung 544x576
544 x 1,32353 - 48 = 672
672 : (544 x 1,32353 : 576) = 537,6 (Macroblockoptimierung 537,6 : 32 = 16,8
(gerundet 17) / 17 x 32 = 544)
672 : 1,5 = 448
Auflösung 448x544
Beispiel 3: Aufnahmeauflösung 480x576 (in VirtualDub "gecroppt" auf 466x568)
466 x 1,5 - 27 = 672
672 : (466 x 1,5 : 568) = 546,06 (Macroblockoptimierung 546,06 : 32 = 17,06
(gerundet 17) / 17 x 32 = 544)
672 : 1,5 = 448
Auflösung 448x544

Mit einem Doppelklick auf den Filtereintrag {Clip frame} und durch drücken auf die Schaltfläche {Arrange settings} gelangt man zu den frei wählbaren Auflösungseinstellungen. Dort wählt man unter {Arrange Method} die Methode {Center (custom size)} und trägt die errechnete Auflösung ein. Der schwarze Rand ist später beim Abspielen auf dem Fernseher nicht sichtbar.

Die errechnete Audiobitrate wird im Register {Audio} eingetragen und im Register {System} wird unter {Stream type} die Einstellung {MPEG-2 Super VideoCD (VBR)} gewählt. Die Register {GOP structure} und { Quantize matrix} können je nach eigenen Erfahrungen oder Geschmack verändert werden. Die Grundeinstellungen bringen aber schon recht gute Ergebnisse.

Sind alle Einstellungen gemacht kann der Kodiervorgang mit dem drücken auf {Start} gestartet werden. Soll der MPEG2 Stream auf mehere CDs verteilt werden, muß unter {Stream type} {ES (Video+Audio)} gewählt werden.

Das Schneiden kann natürlich übersprungen werden, wenn der MPEG2 Stream auf eine CD passt. Das Programm bbMPEG (AVI2MPG2) von Brent Beyeler ist bestens dazu geeignet, um den gesamten Stream auf mehrere CD Rohlinge zu verteilen.

Nachdem bbMPEG (AVI2MPEG2) gestartet wurde kommt man zur Multiplex-Fuktion durch drücken auf {Start Encoding} und zu den Einstellungen durch drücken auf {Settings}. Unter dem Reiter {Input and Output files} werden Quell- und Zieldateien angegeben. {Open PS} ist die Zieldatei, {Open VS} ist die Videoquelldatei und {Open AS 1} ist die Audioquelldatei. Unter {Program Stream Settings} muß {SVCD} gewählt werden, alle weiteren Einstellungen in diesem Reiter werden automatisch vorgenommen.

Die Rohlingsgröße wird unter {General Settings} angegeben. Hier wird bei {Max size (MB)} die Größe in MegaByte für jeden Rohling eingetragen (74minCD = 738 MB, 80minCD = 797 MB, 90minCD = 897 MB, 99minCD = 987 MB).

Sind alle Einstellungen gemacht kann man diese mit {OK} verlassen und dann mit {Start} den Multiplex-Vorgang in Gang setzen.

VCDEasy von Delphi Stuff bietet sehr viele Einstellmöglichkeiten um eine SuperVideoCD zu erstellen.

Als erstes sollte man VCDEasy in den Experten-Modus umschalten. Unter {CD-Brenner} wird der eigene CD-Rekorder angegeben und auf Brennen gestellt, unter {VideoCD-Type} wird {SVCD 1.0} eingestellt und unter {CD Dateien} kann der Ort der Zwischendatei (Binärdatei) angegeben werden.
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Unter {Datei / Einstellungen} können noch mehr Angaben zum Brenner und zum Brennvorgang gemacht werden. Um Brenn- und Abspielproblemen aus dem Weg zu gehen, sollte eine maximale Brenngeschwindigkeit von 600 Kbit/s (4fach) eingestellt werden.

Wie der Name des Knopfes {Hinzufügen} schon sagt, kann dort der MPEG2 Stream hinzugefügt werden. Er wird darauf analysiert und mit einigen Angaben in der Liste angezeigt.

Unter dem Reiter {Optionen} sollte {Scan Data Offsets} aktiviert werden. Alle anderen Einstellungen dort können so gelassen werden.

Jetzt kann ein leerer CD Rohling in den Brenner eingelegt werden und nach dem Drücken auf {Start} wird der Stream noch einmal analysiert und das CD Image geschrieben. Anschließend beginnt sofort der Brennvorgang.


Ist der Brennvorgang erfolgreich gewesen gibt VCDEasy eine dementsprechende Meldung aus. Jetzt ist nur zu hoffen, daß der DVD Player auch SuperVideoCDs lesen kann.

Autor Lucike - Unterstützung im Forum
(Stand 16. Juli 2003)