DVB (Digital Video Broadcasting)

Die digitale Aufnahme und Bearbeitung

Der Weg vom PVA-Format oder MPEG2-TS-Format zum synchronen MPEG2-PS-Format

  

Die digitale Aufnahme mit einem DVB-Digital-Receiver im MPEG2-AC3-Format

 

Nokia DBox2, Philips DBox2 und Sagem DBox2

 

Programme

DBoxTimer2 von Cobra2k

Vidomi von Vidomi, Inc.

DS.JAR von Matthias Müller (dvb.matt)

DS.JAR ist ein Java-Programm. Zum Ausführen unter Windows braucht man die aktuelle "Java2 Runtime Standard Edition" von Java.Sun.Com.

 

Java2 Runtime Standard Edition (kostenlos)

 

Aufnahme

Leider wird beim Streaming mit der DBox2 der Stream nicht im MPEG2-TS-Format geschrieben. Es entfällt also das Synchronisieren mit DS.JAR, da direkt ein MPEG2-AC3 Program Stream gespeichert wird. Trotzdem sollte man den MPEG2 Stream einmal durch das Transport Stream Programm laufen lassen, um Fehler im Stream zu finden und zu beseitigen.

Der große Vorteil von DBoxTimer2 ist die Aufnahme per EPG und macht somit das Speichern mehrerer Sendungen hintereinander möglich. Wie bei den meisten Streaming-Tools muß auch bei DBoxTimer2 die „WinGrabEngine.dll“ von Elminster registriert werden. Es kann aber auch WinGrab von Elminster zur Aufnahme von MPEG2-AC3-Streams verwendet werden. Siehe Die digitale Aufnahme mit einem DVB-Digital-Receiver im MPEG2-MP2-Format

Als erstes müssen einige {Programmeinstellungen} zur DBox2 und zu der Aufnahme gemacht werden. Zum einen muß die Netzwerk IP der DBox2 eingetragen werden und zum anderen sollte beim Programmstart von DBoxTimer2 die Rechnerzeit mit der Uhrzeit der DBox2 synchronisiert werden. Dazu muß {Rechnerzeit sychr.} und {automatisch syncr.} aktiviert werden.

Unter dem Reiter {Aufnahmeeinstellungen} sollte eine maximale Dateigröße von 4 Gigabyte eingestellt werden, da viele Zusatz- und Dekoderprogramme nicht mit mehr als 4096 Megabyte umgehen können. Ein Festplattenspeicher von 4 Gigabyte reicht für ungefähr 2 Stunden Film. In den Einstellungen sollte außerdem {WinGrabMux} aktiviert werden, da sonst Video- und Audio Stream getrennt gespeichert werden. Um den Stream in ein bestimmtes Verzeichnis auf der Festplatte zu speichern kann unter {Grabverzeichnis} diese Angabe auch noch gemacht werden.

Sind alle Einstellungen gemacht kann es mit der Aufnahme per EPG weitergehen und man kann zum Reiter {Senderliste} zurückkehren. Um eine Liste aller verfügbaren TV-Sender in DBoxTimer2 zu übertragen muß einfach auf {Senderliste holen} gedrückt werden. Man sieht jetzt alle auf der DBox2 gespeicherten TV-Sender. Wählt man einen TV-Sender aus und drückt auf die rechte Maustaste schaltet die DBox2 auf diesen um. Mit einem doppelten Druck auf die linke Maustaste gelangt man in das EPG Menü des entsprechenden TV-Senders. Hier kann aber auch ohne das EPG Menü eine {Sofortaufnahme} gestartet oder der {Manuelle Timer} programmiert werden.

Unter dem Reiter {Programm} sieht man jetzt alle laufenden und folgenden Sendungen des ausgewählten TV-Senders. Mit einem Doppelklick auf die linke Maustaste und der gewählten Sendung wird diese Sendung in die {Timerliste} übernommen. Hat man sich vertan kann durch einen Doppelklick auf den Listeneintrag dieser gelöscht werden.

Die Aufnahme soll im MPEG2-AC3-Format gemacht werden, darum müssen noch die Video- und Audio PIDs des TV-Senders geändert werden. Durch ein Druck auf die rechte Maustaste und der gewählten Sendung in der {Timerliste} kommt man in die manuellen Einstellungen. Dort werden die Video- und Audio PIDs des TV-Senders angeglichen. Der AC3-PID ist in der Regel der zweite Audio PID des TV-Senders. In DBoxTimer2 werden die PIDs in dezimaler Form eingegeben.

Video- und Audio PIDs der TV-Sender (TXT 551 Bytes)

Alle Eintragungen werden jetzt an Hand der {Timerliste} und der Aufnahmezeiten abgearbeitet. Man sollte darauf achten, daß sich keine Sendezeiten überschneiden. Nach stoppen der Aufnahme hat man dann einen MPEG2 Stream im PS-Format auf der Festplatte. Bei mehreren Sendungen sind dann natürlich einige MPEG2 Streams vorhanden.

 

Filmschnitt

Mit dem Programm Vidomi von Vidomi, Inc. kann man den MPEG2 Stream im MPEG2-AC3-Format schneiden, um eventuell vorhandene Werbung zu entfernen. Damit Vidomi beim Schneiden nur den MPEG2 Stream kopiert und nicht verändert, müssen noch einige Einstellungen gemacht werden. Unter {Options / allgemeine Optionen} muß {Ignore All Settings and use MPEG Copy Code} aktiviert werden, da sonst neu kodiert wird.

Mit der Taste {+} wird jetzt einfach der MPEG2 Stream ausgewählt und unter {Output Path and Filename} kann der Ausgabeort geändert werden.

In die Schnittfunktion von Vidomi gelangt man unter {Options / Quell Bereich auswählen}. Dort wird einfach der Anfang und das Ende mit den Tasten {[} und {]} selektiert und mit {Fertig} quittiert. Durch drücken auf {Start Encoding} wird der ausgewählte Filmbereich separat auf die Festplatte gespeichert. Diese Prozedur führt man so lange durch bis alle Filmsegmente abgespeichert sind.

 

Konversion

Um den MPEG2 Stream auf Fehler zu untersuchen und eventuell mehrere Filmsegmente wieder zusammen zufügen benutzt man DS.JAR von Matthias Müller (dvb.matt). Spezielle Einstellungen müssen in DS.JAR nicht gemacht werden. Unter {files} werden alle MPEG2 Streams ausgewählt und das Programme wird dann unter {main} durch drücken auf {Go!} gestartet. Heraus kommt dabei ein MPEG2-ES Videostream und ein AC3 Audiostream.

 

Abschluß

Die entstandenen Audio- und Videodaten können jetzt einem Authoring-Tool zugeführt werden.

Zur Zeit senden nur zwei Fernsehsender (ProSieben und Premiere) ihre Programme zusätzlich im AC3-Format. Der MPEG2 Stream hat eine Auflösung von 720x576 (Premiere auch noch andere Auflösungen) und ist somit eigentlich nur für die Herstellung von DVDs oder AVI-AC3-CDs geeignet. Soll eine (Super)VideoCD erstellt werden, kann man auf die Aufnahme in Dolby Digital AC3 verzichten, da nur sehr wenige (eigentlich keiner) DVD-Player (Super)VideoCDs mit Dolby Digital AC3 abspielen.

Alle möglichen DVB-Auflösungen und ihre Reduktion (resize):

Die Auflösung wird abhängig vom Ausgangsmedium wie folgt geändert: VCD 352x288, SVCD 480x576, DVD 720x576 oder 704x576, AVI 768x576 (Square)

 


Autor Lucike - Unterstützung im Forum

(Stand 21. Januar 2003)