Eine neue Form des Fernsehen ist Pay-TV. Der Unterschied zwischen Pay-TV und dem normalen Fernsehen ist, das für den Empfang des Programms bezahlt werden muß. Die ausgestrahlten Pay-TV-Programme sind aus diesem Grund frei von Werbung. Außerdem werden Sendungen und Filme gezeigt, die gerade erst in die Videotheken gekommen sind. Um an die ganz neuen DVD Veröffentlichungen per Pay-TV zu kommen, wurde das Pay-Per-View-Verfahren (PPV) entwickelt. Hier wird man für jeden neuen Film zu einer Zahlung aufgefordert.
Premiere World war der erste deutsche Pay-TV-Sender und Betreiber, der seit 1999 auch über Satellit empfangen werden kann. Premiere World ging damals aus dem ehemaligen Sender DF1 hervor.
Zum Empfang von Pay-TV-Sendungen sind drei Komponenten an der Receiver-Technik erforderlich. Zum einen ist ein Common Interface (CI) im Receiver erforderlich und zum anderen wird ein Conditional Access Modul (CAM) benötigt, um die verschlüsselten Signale zu dekodieren.

Das Conditional Access Modul (hier das Irdeto Access Modul und das Seca Modul) gibt es mit verschiedenen Verschlüsselungssystemen, da fast jeder Pay-TV-Sender seine Programme anders kodiert. Das Conditional Access Modul wird in ein offenes Common Interface eingesteckt.

Das Common Interface (hier für Hauppauge DVB-PCI-Karten) ist eine einheitliche Schnittstelle, damit nicht pro Anbieter ein Receiver für das Pay-TV-Angebot benötigt wird. Zu allerletzt wird die SmartCard, die man vom jeweiligen Pay-TV-Betreiber bekommt, in das Conditional Access Modul eingesteckt.

Die SmartCard ist eine scheckkartenähnliche Karte und ist mit einem elektronischen Chip versehen. Sie enthält Informationen darüber, welche Pay-TV-Programme empfangen werden können und welche freigeschaltet sind.
Autor Lucike - Unterstützung im Forum
(Stand 22. Januar 2003)