Mit einem DVB-Digital-Receiver können ebenfalls alle über Satellit ausgestrahlten digitalen TV, Radio und Datensender nach dem DVB Standard empfangen und Daten gespeichert werden. Daten können allerdings nur gespeichert werden, wenn eine Aufnahmefunktion vom DVB-Digital-Receiver unterstützt wird. Es gibt mehrere Arten der Anschlußmöglichkeit, um die aufgenommenen Sendungen in den Computer zu übertragen. Der DVB-Digital-Receiver wird direkt per Koaxialkabel mit dem LNB verbunden. Um die Daten in den Computer zu bekommen gibt es je nach Ausstattung drei Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist den DVB-Digital-Receiver per Netzwerkkabel mit der Netzwerkkarte im Computer zu verbinden. Einen Ethernet-Anschluß haben nicht viele Geräte, dort finden man manchmal auch einen USB-Anschluß. Die dritte Möglichkeit der Aufnahme ist eine eingebaute Festplatte im DVB-Digital-Receiver. Die Festplatte muß dann in der Regel ausgebaut und mit dem Computer verbunden werden.
Die DBoxen sind wohl die ersten DVB-Digital-Receiver, die so um 1997 auf den Markt gekommen sind. Die ersten DBoxen wurden von BetaResearch direkt und später von Nokia hergestellt. Man bekam Sie nur mit einem Abonnement von DF1 und Premiere. Später kam noch die DBox2 dazu, die von Nokia, Philips und Sagem produziert wurde. Die DBox2 war wohl genau so gut oder schlecht wie ihr Vorgänger. Die Technik der DBoxen ist sehr gut, nur leider läßt die originale Betriebssoftware der DBoxen noch Wünsche offen. An beiden DBox-Versionen müssen Hardware- sowie Softwaremodifikationen durchgeführt werden, um eine Aufnahme zu ermöglichen.



Die DBox von Nokia und die DBox2 von Nokia, Philips und
Sagem.
Beide DBox-Versionen werden direkt per Koaxialkabel mit dem LNB verbunden. Die
DBox1 wird mit einem SCSI-Kabel an den Computer angeschlossen, dazu muß
man eine SCSI-Karte in den Computer einbauen. Es muß wie bei normalen
SCSI-Geräten eine ID vergeben werden. Bei der neueren DBox2 wird die Verbindung
mit einem Netzwerkkabel hergestellt, hierzu muß im Computer natürlich
eine Netzwerkkarte vorhanden sein. Es müssen TCP/IP Protokolle eingerichtet
und IPs vergeben werden.
Den Umbau der DBoxen sollte man nicht selber machen. Es gibt einige Experten,
die sich perfekt damit auskennen.
Umbau der DBox1 und DBox2 www.neutrino-anleitung.de, www.linuxatdbox2.de oder www.dvbtechnik.de
Anleitung der Nokia DBox2, dort sieht man sehr gut die Anschlußmöglichkeiten.
www.nokia.de
oder direkt Nokia DBox 2
(Acrobat Datei)
Man nimmt die DBox2 als Vorlage, perfektioniert die Vorteile und korrigiert die Fehler. Daraus stellt man einen neuen DVB-Digital-Receiver her. Das hat die Firma Dream-Multimedia-TV umgesetzt und einen neuen Stern am DBox Himmel erstrahlen lassen.

Bereits ab Werk kommt die DreamBox von Dream-Multimedia-TV mit installiertem Linux. Das technische Design weicht aber weit von der DBox2 ab. Die DreamBox verfügt über ein Common Interface (CI) und zwei Smartcard Leser und ist somit betriebsbereit für ein Conditional Access Modul (CAM). Das heißt diese Box wäre Premiere tauglich, wenn Premiere diese Box irgendwann zuläßt. Zusätzlich verfügt die DreamBox über eine 100 Mbit Ethernet und eine USB Schnittstelle (Die DBox2 besitzt nur eine 10 Mbit Ethernet Schnittstelle).

Außerdem kann in die DreamBox eine Festplatte eingebaut werden, da bereits ein IDE Anschluß vorhanden ist. Eine vorhandene Festplatte wird über Netzwerk und FTP angesprochen, und kann somit auch als Fileserver benutzt werden. Die aufgenommenen Sendungen (MPEG2 Transport Stream) auf der Festplatte werden ebenfalls per Netzwerk und FTP übertragen. An die IDE Schnittstelle kann auch ein CD/DVD Laufwerk oder theoretisch sogar ein DVD Recorder angeschlossen werden. Sehr interessant ist aber für viele DivX’ler die zukünftige Unterstützung für MPEG4 Dekodierung.
www.dream-multimedia-tv.de oder direkt Dream-Multimedia-TV DreamBox DM 7000
Autor Lucike - Unterstützung im Forum
(Stand 22. Januar 2003)